Blisse-Müller-News

Kirsten und Detlef unterwegs

Radtouren 2019

Feb. 242019

Auch in diesem Jahr werden wir wieder mit unseren Rädern unterwegs sein.
Für den Sommer ist eine Revier - Rundtour durch das Ruhrgebiet geplant.

Im Herbst geht es dann weiter weg.
Im November unternehmen wir eine Fahrradtour "Mekong intensiv" von Vietnam nach Kambodscha.
Die Reise führt von Saigon aus durch das Mekong-Delta, dann nach Kambodscha über Phnom Penh bis nach Angkor Wat.

Wie immer werden wir darüber berichten, wenn es soweit ist.

Alpine Radtouren um Seefeld

Juli 242018

Nach dem schönen Wetter in der Vorwoche waren die ersten Tage hier in Seefeld verregnet und kühl. So dass wir die Annehmlichlkeiten des Hotels ausgiebig nutzen konnten. Wir hatten uns in der Touristinformation schon einmal eine Radkarte für die Gegend besorgt und uns potenzielle Ziele herausgesucht.
Gestern Mittag war dann der Regen abgezogen - wir haben die Drahtesel gesattelt und uns (etwas blauäugig) auf den Weg in das Leutasch-Tal gemacht.
Unser Hotel liegt 1280m über dem Meeresspiegel - es ging erst einmal nach unten. Die ersten km sehr steil auf einem Schotterweg, der mit unseren schmalen Reifen kaum zu befahren war. 
Wir haben sehr schnell gelernt, warum hier nur mit Mountainbikes - und die mit Motor - gefahren wird. Es gibt nur wenig asphaltierte Straßen. Die ausgewiesenen Radstrecken sind ausnahmslos Schotterwege, die teilweise recht anspruchsvoll sind. Außerdem kann man hinfahren, wo man will, es steht immer ein Berg im Wege.
Wir kamen dann auf eine richtige Straße, auf der wir nach Leutasch fuhren. Anfangs wieder bergauf, dann gute 4 km bergab, durch schöne Serpentinen. Unten angekommen, war uns klar, was auf dem Rückweg auf uns zu kommt. In einer kleinen Touristinformation haben wir uns nach einer Alternative für den Rückweg erkundigt - es gab aber keine. Außer einer schwarzen Mountainbike - Strecke (s.o.).
Wir sind dann erst einmal weiter zum Weidachsee gefahren. Hier werden Forellen eingesetzt, die dann gegen Entgelt wieder herausgeholt werden können. Das scheint sehr beliebt zu sein. 

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Vor der Rückfahrt sind wir zur mentalen Einstimmung noch in ein Gartenrestaurant eines der Hotels an der Strecke eingekehrt.
Dann ging es bergauf. Eigentlich besser als erwartet. Langsam, aber ohne größere Probleme.

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Der letzte (kurze) Anstieg zu unserem Hotel hatte es noch einmal in sich, aber da warteten ja schon Sauna, Schwimmbad und eine kleine Whirlpool-Ecke auf uns.
Und am Abend der Blick von der Dachterrasse des Hotels.

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In 210 Tagen beginnt hier in Seefeld die Nordische Skiweltmeisterschaft. Aus diesem Grund gibt es in der Stadt und der Umgebung diverse Bauarbeiten. Die Sprungschanzen warten schon auf den Schnee und die Springer.

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An den Langlauf- / Biathlon Strecken und dem Abfahrtshang wurde gerade gebaut.

Wir hatten noch nicht genug vom Radfahren in den Bergen, sind deshalb heute zu einem Bergsee  nach Mösern gefahren. Es stand wieder ein Berg im Wege, aber nicht so hoch wie gestern. Bevor wir die letzten Kilometer zum See gefahren sind konnten wir noch einmal auf die Radstrecke der vergangenen Woche blicken. Man sieht auf die Entfernung aber nur den Inn und die Autobahn daneben.

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Auf dem Weg zum See war noch ein steiler Anstieg eingebaut und die letzten Meter mussten wir laufen, weil die Waldwege zu eng und wurzelig waren.

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Direkt am See gab es ein nettes Gartenlokal im Wald wo wir uns auf die Rückfahrt vorbereiten konnten. Auf der Kirsten einen neuen persönlichen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hat. Als sie die 48,5 km/h auf dem Tacho gesehen hat, hat sie sich erschrocken und dann lieber gebremst.

Radreise Innsbruck - Bozen * Fazit

Juli 232018

Nachdem wir am Ziel in Bozen angekommen sind, möchte ich noch einmal auf die Tour der vergangenen 6 Tage zurückblicken:
Insgesamt sind wir etwas mehr als 300 km auf gut - bis sehr gut - ausgebauten Radwegen gefahren.

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Die Karte zeigt die Tour. bis zum Gardasee. Wir sind nur bis Auer und dann zurück nach Bozen gefahren.

Die Radreise war in der Beschreibung mit 2 Fahrrädern  gekennzeichnet, was einem einfachen, bis mittleren Schwierigkeitsgrad entspricht. Es waren einige (auch längere) Anstiege zu bewältigen, insgesamt fuhren wir aber mehr bergab. Für den schwierigsten Teil der Strecke, den Aufstieg zum Reschenpass, wurden wir in einen Shuttlebus umgeladen. Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass wir die Auffahrt auch mit dem Rad hätten bewältigen können. Das waren zwar ein paar Kilometer, die Steigung ist aber nicht so doll. Die letzten 150 Höhenmeter bis zum Pass sind wir dann ja wieder selbst gefahren.
Vom Reiseveranstalter war das aber so nicht vorgesehen, die Etappe wäre sonst viel zu lang geworden.

Obwohl in Österreich und auch in Italien keine Helmpflicht besteht, sind fast alle Radfahrer, die wir getroffen haben, mit Helm gefahren. Wir diesmal auch. Bei der Hitze war das allerdings etwas störend.
Der Fahrrad - Verkehr auf der Strecke war teilweise ziemlich stark, wobei weit mehr als die Hälfte (ich schätze 2/3) der Fahrer mit E-Bike bzw. Pedelec unterwegs waren. In allen Varianten - Treckingräder, Mountainbikes und sogar Rennräder mit Motor haben wir gesehen.

Das Wetter hat gut mitgespielt, die Regenjacken mussten wir nur einmal kurz anziehen. Auch mit den Rädern gab es keine Probleme. Sie müssen demnächst nur ordentlich geputzt werden.

Die, vom Reiseveranstalter ausgesuchten Hotels waren sehr gut. Manchmal kam man sich in den teuren Hotels mit den Radklamotten etwas unpassend vor (wir mussten so frühstücken, weil wir unser Gepäck für den Weitertransport schon abgegeben hatten), aber die Radfahrer waren eigentlich immer in der Überzahl. Wir hatten Halbpension gebucht und haben sehr gut und ausgiebig gegessen.
Es gab 2 kleine organisatorische Problemchen, aber insgesamt hat alles gut geklappt.

Von Auer nach Bozen

Juli 212018

Die Strecke nach Bozen war mit 22 km relativ kurz. Damit wir nicht zu früh ankommen, haben wir gemütlich gefrühstückt und uns dann als Letzte langsam auf den Weg gemacht. Der Radweg führte direkt an der Etsch entlang und war gut zu befahren.

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Kurz hinter dieser Brücke mündet der Fluss Eisack in die Etsch und wir fuhren zwischen den beiden Flüssen, die über mehrere km mit geringem Abstand (teilweise weniger als 100 m) parallel fließen.
Die "Einfahrt" in Bozen war ganz anders, als wir es von den meisten größeren Städten, wo es erstmal durch Industrie- und Gewerbegebiete geht, kennen.
Wir fuhren durch Parkanlagen mit Spielplätzen und Cafés am Ufer der Eisack in die Stadt ein. Hier wurde an beiden Ufern ein breiter Streifen nicht bebaut. Stattdessen gibt es dort eine Promenade mit Fuß- und Radwegen, Spielwiesen und viel Grün.
Da fragt man sich, warum soetwas bei uns nicht möglich ist.

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Unsere Räder fanden es gut.
Das Hotelzimmer war schon bereit für uns, aber unser Gepäck war noch nicht eingetroffen. Die Badesachen hatten wir dabei, sodass wir erstmal den Pool heimgesucht haben.
Nachmittags war dann ein Stadtbummel angesagt. Kirsten hat es hier noch besser gefallen als in Meran.

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Auf dem Waltherplatz steht ein Denkmal eines der größten Popstars des Mittelalters - Walther von der Vogelweide. Es ist aus Laaser Marmor hergestellt und wurde 1889 aufgestellt. Deshalb ist der Marmor nicht mehr ganz so weiß. Die Bozener waren (sind?) der Meinung, dass Walther um 1170 in der Gegend geboren wurde, was aber umstritten ist.
Wenn man schon einmal hier ist, muss man natürlich auch den ältesten Südtiroler besuchen: Ötzi.
Beim ersten Versuch, war uns die Schlange vor dem Museum zu lang. So haben wir erstmal ein Straßencafé besucht und Leute beobachtet. Nach einer Weile war die Wartezeit wesentlich kürzer.
Die Mumie wird ganz schön vermarktet und kommerziell ausgeschlachtet. Trotzdem war die Ausstellung über den Fund, die wissenschaftlichen Untersuchungen und Ötzis Lebens- und Todesumstände sehr interessant.

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Ihn selbst durfte man nicht fotografieren. Er lag in einer speziellen, hoch gesicherten, Kühlkammer hinter einer dicken Glasscheibe. Aber seine Rekonstruktion ist ein beliebtes Fotomotiv.

Das Bier schmeckt in Südtirol ganz gut. Und richtig gutes Bier wird in Bozen gebraut.

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Am kommenden Tag sollten wir und die Fahrräder mit einem Shuttlebus zurück nach Innsbruck gebracht werden, wo unser Auto auf uns wartete. Bei der Einführung zur Reise am vergangenen Samstag wurde gesagt, dass der Bus gegen 9 Uhr am Hotel ist. Wir hatten uns darauf eingestellt, sind entsprechend zeitig aufgestanden, damit wir noch ordentlich frühstücken können. Wir waren gerade beim Packen, als kurz nach 8 das Telefon klingelte und uns mitgeteilt wurde, dass der Bus auf uns wartet.
Dann wurde es etwas hektisch. Frühstück gab's auch keins. Und nun fehlt Kirstens Brillenetui.
Aber, wir sind gut (im Regen) in Innsbruck angekommen. Das Auto war auch noch da, so dass wir nach Seefeld in unser Domizil für die nächsten Tage fahren und zwischendurch auch noch verspätet frühstücken konnten.

Von Meran nach Auer

Juli 192018

Auf der vorletzten Etappe mussten wir wieder öfter schalten. Es ging zwar tendenziell bergab, zwischendurch waren aber einige Steigungen zu überwinden.

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Da wir diesmal abseits der größeren Radwege gefahren sind, mussten wir öfter die Karte bzw. die Routenbeschreibung befragen (andere haben sich verfahren). Dafür waren wir meist allein - mit Millionen von Apfelbäumen.

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Nach etwa 25 km durch Apfelplantagen begann dann der Anstieg auf die Südtiroler Weinstraße. Aber auch hier standen mehrheitlich Apfelbäume. Oben angekommen gab es wieder einen Ausblick.

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Ein Teil dieser Etappe führt über die ehemalige Trasse der Überetscher Bahn von Bozen nach Kaltern. Die wurde 1898 in Betrieb genommen. Der Personenverkehr wurde 1963 eingestellt. Güterverkehr bestand bis Anfang der 70er Jahre. Danach wurde die Strecke zum gut asphaltierten Radweg umgebaut. Zwei beleuchtete Tunnel waren dabei zu durchfahren. Für eine ehemalige Eisenbahnstrecke ist der Anstieg ganz schön steil.

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Eine der Dampflokomotiven, die auf dieser Strecke gefahren sind, steht als Denkmal am Radweg.

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Nach Eppan ging es hinab durch den Ort Kaltern zum Kalterer See. Wir hatten die Badesachen eingepackt und wollten uns dort ein bisschen abkühlen (die Lufttemperatur lag bei 33 bis 35 Grad). Der Badestrand war aber ziemlich klein - und extrem voll. Es war nicht mal Platz genug, um unsere beiden Handtücher nebeneinander zu legen. Und dann sollten wir auch noch recht viel Geld dafür bezahlen. Also haben wir es vorgezogen, uns auf der Terrasse des Restaurants von innen zu erfrischen - mit Eis und Bier.

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Es waren ja auch nur noch 10 km bis nach Auer, dem heutigen Ziel, zu fahren. Im dortigen BIO - Hotel wartete schon der BIO - Pool auf uns (für mich war es ein bisschen zu viel BIO).
Die Fahrt war auf den letzten Kilometern etwas stressig, weil es keinen Radweg gab und wir auf einer stark befahrenen Straße fahren mussten.

Meran - St. Martin - Meran

Juli 182018

Die heutige Tour war eine fakultative Veranstaltung. Im Plan stand eine Route entlang des Flusses Passer, ein Zufluss der Etsch, die wir auf gleichem Weg wieder zurück fahren müssen. Wir hätten aber auch die Stadt erkunden können,  sind dann aber mit einem Paar, das die gleiche Tour fährt wie wir, gefahren. Es war ein schöner Ausflug.

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Und wir haben auch wieder etwas gelernt. Oberhalb des Flusses, nördlich von Meran, liegt das Dorf Tirol. Die Stammburg der Grafen von Tirol und die Wiege des Landes. Im 15. Jahrhundert wurde die politische Verwaltung dann aber nach Innsbruck verlegt. Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Land geteilt und der Süden Italien zugesprochen.

Die Strecke ging permanent bergauf. 360m auf 16 km (das Höhenprofil sieht lustig aus). Und es war sehr warm. 33 Grad hat mein Radcomputer angezeigt. So dass wir in St. Martin ins Brauhaus einkehren mussten, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Das Bier wurde dort selbst gebraut und war sehr gut.
Danach ging es wieder zurück. Da bei unseren Ausflügen auch die Kunst eine große Rolle spielt, und da gerade keine herum stand, hat die Fotografin ein Stilleben erschaffen.

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Zurück in Meran haben wir ein bisschen das Treiben in der Stadt angesehen. Den Meranern war es auch warm. Die haben sich die Füße im Fluss gekühlt.

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Wir haben dann unsere Räder zurück zum Hotel geschoben - vorbei am Kurhaus - und uns auf unser abendliches 6 Gänge - Menü vorbereitet.

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Von Burgeis nach Meran

Juli 172018

Nachdem wir gestern in Landeck den Inn verlassen hatten, ist es nun die Etsch (Adige), an deren Ufern wir entlang fahren. Zum Teil auf einer alten Römer-Straße, der Via Claudia Augusta. Die wurde kurz vor der Zeitenwende angelegt, um die frisch eroberte Alpenregion zu erschließen, und etwa im Jahr 50 fertig gestellt. Für Hannibal rund 220 Jahre zu spät.
Und mit uns ging es heute abwärts.

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1000m über die Etappe von 70km. Es waren zwar ab und zu ein paar Hügel eingebaut, die wir hinauf mussten, aber insgesamt hatten die Bremsen ganz schön zu tun. Insbesondere die Abfahrt nach Meran, ùber 7 enge Serpentinen, hatte es in sich.
Eigentlich gab es ja eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h auf dem Radweg.

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Die hat aber kaum jemand eingehalten. Wir auch nicht immer. Aber, wir wurden ja nicht geblitzt - hoffe ich.
Unterwegs haben wir auch noch etwas gelernt. Zum Beispiel, dass in Laas der reinste Marmor Europas abgebaut wird. Er ist sehr hart und widerstandsfähig und wird gern in der Kunst verwendet.
2017 gab es hier eine Kunstaktion zum Thema Marmor und Marillen. Aus diesem Anlass haben internationale Künstler 5 "Säulen der Freiheit" aus Laaser Marmor geschaffen, die entlang des Radweges aufgestellt wurden.

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Andere Kunstobjekte weisen auf die Vergangenheit des Vinschgau als Kornkammer des Landes hin. Mittlerweile wird hier kaum noch Getreide angebaut. Anstelle dessen gibt jetzt riesige Apfelplantagen. Und die nun nicht mehr benötigen Maschinen zur Getreideernte wurden an Masten - auch neben dem Radweg - aufgehängt.

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Außerdem standen da noch ein alter Bunker und diverse Ritterburgen, bzw. deren Ruinen, am Wegesrand herum.

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Mit den Hotelreservierungen für uns hat es der Reiseveranstalter manchmal etwas übertrieben. Heute und morgen wohnen wir in einem modernen Hotel in der City von Merano. In einem 3 - Zimmer Appartement mit Küche und zwei kompletten Bädern (bei einem fehlt nur das Bidet) und mit zwei Fernsehern. Und das Abendessen bestand diesmal aus 6 Gängen. Wir sind ja auch im Vinschgau, dem Tal der Feinschmecker und Genießer unverfälschter Lebensmittel.
Nachdem wir hier ankamen, sind wir erst einmal in die Dampfsauna gegangen und danach in den Wirlpool gestiegen. Nun suchen wir uns ständig gegenseitig in der großen Wohnung. Und besonders die Sachen, die überall verteilt sind (meine).

Von Imst nach Burgeis / Mals

Juli 162018

Mit Ausschlafen war heute wieder Nichts. In der Streckenbeschreibung wurde uns empfohlen, bis spätestens 9 Uhr loszufahren, damit wir rechtzeitig in Landeck sind und den Bus (Abfahrt 11:40 Uhr), der uns auf den Berg bringen sollte, nicht verpassen. Es waren aber nur gut 20 km bis dorthin, so dass wir trotz einiger Fotostops viel zu zeitig dort waren.

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So hatten wir noch genug Zeit am Bahnhof einen Kaffee zu trinken und den österreichischen Zugverkehr zu beobachten. Wo ein Zug wegen eines Polizeieinsatzes 50 Minuten Verspätung hatte (das kam uns irgendwie bekannt vor).
Wir sind aber nicht mit dem Bus, sondern mit dem Fahrrad-Transporter auf den Berg nach Nauders gefahren, weil man vergessen hatte, uns vorher die Gutscheine für Bus zu geben. Dadurch waren wir als erste am Grenzübergang nach Italien.

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Wir mussten dann noch ein paar Kilometer bergauf fahren, bis wir den Pass überquert hatten.
Ùbrigens, Hannibal hätte damals den Umweg über den Reschenpass nehmen sollen. Der ist nicht so hoch und auch nicht so steil. Da hätte er bestimmt nicht so viele Leute und die Elefanten verloren. Der hatte wohl nicht so gute Karten von dem Gebiet, sonst hätte er sich den Reschensee nicht entgehen lassen.

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Der Turm ist offensichtlich das meistfotogrfierte Objekt hier in der Gegend. Jedenfalls, wenn er im Wasser steht. Im Moment ist etwas zu wenig davon im See.
Bevor es vorrangig abwärts ging, gab es noch einen Panorama--Blick.

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Insgesamt sind wir heute 46 km (selbst) gefahren. Diesmal hat unser Hotel neben gutem Essen auch eine gute Aussicht von unserem Balkon zu bieten.

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Nach dem Abendbrot gab es das Abendrot.

Von Innsbruck nach Imst

Juli 152018

Eigentlich wollten wir es heute ganz ruhig angehen lassen, aber schon gegen 6 Uhr wurden wir geweckt. Von einem kräftigen Gewitter. Da hier rechts und links ziemlich hohe Berge rumstehen, war der Donner besonders laut. Das Gewitter ist dann in einen ruhigen Dauerregen übergegangen, dafür fing um halb 7 ein ausgiebiges Glockenspiel der naheliegenden Kirche an. Das hat sich alle halbe Stunde wiederholt. Um 8 kam noch eine zweite Glocke dazu. Da wir nicht mehr schlafen konnten sind wir eben aufgestanden und haben dafür etwas länger gefrühstückt.
Nachdem der Regen dann aufgehört hatte, ging es los. Am Inn entlang Stromaufwärts. Das Inntal mussten wir uns aber mit dem Fluss, einer Bahnstrecke und der Autobahn teilen.

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Die Bahn ist uns manchmal noch näher gekommen.
Die Etappe war insgesamt 67 km lang. Die ersten 50 km davon ließen sich recht gut fahren, danach wurde es etwas hügeliger.

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Die 18% mussten wir vorher hoch fahren, bevor es genauso steil wieder abwärts ging. Es waren aber nur ein paar hundert Meter. Dafür gab es eine schöne Aussicht auf die Landschaft.

 

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 Das Steckenprofil sieht dann aber doller aus, als es sich angefühlt hat.

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Etwa 3 km vor dem Ziel fing es an zu regnen. Sehr stark. Ich musste erst meine Regenjacke anziehen, damit es wieder aufhört.
Da wir eh etwas nass waren, sind wir nach der Ankunft im heutigen Hotel gleich in das Schwimmbad gegangen. Noch vor dem ersten 'Schwitzbier'.

Anreise Teil 2

Juli 142018

Nachdem wir recht gut geschlafen und dann gefrühstückt haben, sind wir am späteren Vormittag wieder zur Autobahn gefahren, um die letzten 300 km in Angriff zu nehmen. Es waren aber alle schon wieder da. Insbesondere die Dänen und Schweden. Am nächsten Autobahnkreuz kamen dann noch Holländer und Belgier dazu. Zwischendurch einen Parkplatz oder eine Raststätte anzufahren ging nicht - wegen totaler Überfüllung. Und wir brauchten noch die Vignette...
Am Rasthof Irschenberg haben wir dann in den ''sauren Apfel' gebissen und uns angestellt. Kirsten hat etwa eine halbe Stunde gebraucht um den Frühstücks - Kaffee wieder los zu werden. Die Vignette haben wir schnell bekommen, der Kaffee dauerte schon etwas länger. Wir sind jedenfalls gut hier in unserem Nobelhotel angekommen, haben aber etwa 1,5 Stunden länger gebraucht als geplant.

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Offensichtlich war unser Heimatminister und Konsorten die letzten beiden Tage auch hier. Es standen noch einige Absperrungen herum.
Da wir noch genug Zeit bis zum Treffen mit dem Reiseveranstalter hatten, haben wir erst einmal die historische Altstadt erkundet. Und das österreichische Bier verkostet.
Es war ein bisschen voll. Und wieder viele fotografierende Asiaten.

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Nach den Informationen zur Tour gab es ein gutes, kalorienreiches 3 - Gänge Menü.
Beim Zusammenstellen der Ausrüstung für die erste Etappe, habe ich festgestellt, dass ich meine Trinkflasche zu Hause vergessen habe. Aber laut Streckenbeschreibung gibt es einige Raststationen unterwegs. Und das Bier hier ist ganz o.k.

Urlaub - Anreise Teil 1

Juli 132018

Wieder unterwegs.
Da der Weg bis nach Innsbruck etwas weit ist und ich heute noch arbeiten musste, sind wir erst einmal nach Allersberg bei Nürnberg gefahren. Es ist aber nicht so eine gute Idee, Freitag Nachmittag auf der A9 zu fahren. Eine Baustelle nach der anderen - und vor jeder ein Stau.
Vielleicht hätten wir nach Dänemark fahren sollen. Da muss es jetzt ziemlich leer sein, denn wir haben fast alle Dänen auf der Autobahn getroffen. Und hohe Berge haben die auch nicht.
Aber, wir wollen ja über die Alpen....
Die Räder sind jedenfalls schon in freudiger Erwartung.

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Es gibt hier einige nette Gaststätten. Wir haben uns für eine der Ältesten entschieden.

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 Etwas müde. Aber das Bier ist gut und das Essen war seeehr reichlich.

Wind

Apr. 122018

Der Wind, der uns auf unserer Radtour ausgebremst hatte, wurde nicht schwächer, dafür aber kälter. Deshalb haben wir die Räder im Schuppen stehen lassen.
Nach dem Frühstück war erst einmal eine Sportstunde angesagt.
Body-Art nannte sich die. Ob es von unserer Seite aus künstlerisch war, kann ich nicht beurteilen (eher wohl nicht), aber wir sind ganz schön ins Schwitzen gekommen. Dafür konnte die Trainerin sich ganz gut bewegen.
Am späteren Vormittag haben wir uns die historische Innenstadt von Otterndorf angesehen. Es gibt zwar auch Stadtführungen und Rundgänge mit der Nachtwächterin, die haben aber zeitlich nicht gepasst. Außerdem hat die Fotografin ihr eigenes Tempo, was sich mit einer Führung nicht so gut vereinbaren lässt.
Wir hatten einen Plan für einen Rundgang mit Erklärungen zu den interessanten Gebäuden, den wir abgearbeitet haben.

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Auf dem zentralen Platz vor der Kirche steht "de Utröper" - der Ausrufer (und ich - hatte den Zylinder gerade nicht dabei).

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Von allen Gebäuden hat die alte Lateinschule von 1614 der Fotografin am Besten gefallen.

Nachmittags war Ebbe.
Ich wollte eigentlich nach Cuxhaven fahren und dort an einer Wattwanderung teilnehmen. Der Führer hatte sich aber einen Zeh gebrochen und deshalb die Wanderung abgesagt. Aber es gab ja noch eine hier in Otterndorf an der Elbe. Und da ich mir am Vortag noch ein paar Gummistiefel gekauft hatte, musste ich die ja auch ausführen.
War nicht so eine gute Idee. Einerseits war die Veranstaltung wohl mehr für Kinder konzipiert. Ich fand es jedenfalls nicht allzu spannend, wenn die Führerein ab und zu ein paar Würmer und Muscheln ausgegraben hat. Auch ist das Wort "Wanderung" etwas übertrieben. Die Elbe ist hier zwar bis zu 11 km breit, bis zur Fahrrinne waren es von unserer Seite aus aber nur ein paar hundert Meter.
Andererseits war ich nicht richtig angezogen. Die Schuhe waren in Ordnung, aber durch den Rest der Klamotten hat der kalte Wind derartig durchgeblasen, dass ich so gefroren habe wie schon lange nicht mehr.
Kirsten saß in der Zwischenzeit im Warmen - in der Sauna.
Kurz, nachdem ich wieder im Hotel war, begann mir die Nase zu laufen - der Anfang einer richtig schönen Erkältung.
Deshalb kommt der Text auch mit einiger Verspätung, denn ich hatte erst einmal mehr mit mir selbst zu tun.

Heute sind wir nach Bremerhaven gefahren. Mit dem Auto. Für's Fahrrad war es ein bisschen zu weit. Und zu windig.  
Ziel waren dort die Havenwelten mit dem "Klimahaus 8° Ost".

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Man kann dort eine virtuelle Reise um die Erde - entlang des 8. Längengrades unternehmen. Das Leben der Menschern in den verschiedenen Klimazonen ist realitätsnah dargestellt. Auch was die Temperaturen anbelangt.

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In Afrika auf der Hängebrücke war es recht warm.

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In der Antarktis dagegen, ziemlich kalt. Deshalb ist der Weg dadurch auch relativ kurz.
Ist alles sehr schön gemacht, auch wenn die Technik teilweise nicht auf dem aktuellen Stand ist.

Nach dem Klimahaus haben wir uns noch die Umgebung der Havenwelten und das "Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven" angesehen. Allerdings waren wir nicht in der Ausstellung. Die haben wir uns für den nächsten Besuch in dieser Gegend aufgehoben.

 

Rund ums Moor

Apr. 102018

Heute haben wir eine Radtour zum / ins / um das Ahlenmoor unternommen. Auf einem Flyer wurde damit geworben, dass dort Moorleichen aus ihrem Leben erzählen. Die Veranstaltung fand aber heute nicht statt. Wir haben dort keine Moorleiche getroffen, jedenfalls keine menschliche. Überhaupt wurde im Ahlenmoor noch nie eine gefunden.

Offensichtlich waren wir die einzigen Besucher des Tages im MoorInformatoinsZentrum, denn der Chef dort hat sich sehr viel Zeit genommen, uns alles, was er über das Moor weiß, zu erzählen.

Beim Rundgang durch das kleine Museum bin ich auf einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1900 gestoßen, in dem geschrieben stand, dass der Bauer Fiedler von einem Einkauf in der nächsten Stadt nicht zurück gekommen ist und wohl im Nebel ins Moor geraten ist.
Also haben wir uns auf den - teilweise etwas beschwerlichen - Radrundweg um / durch das Ahlenmoor gemacht. Bauer Fiedler ist aber nicht aufgetaucht (Der Chef meinte eh, dass Moorleichen erst ab einem Alter von mehr als 800 Jahren interessant sind).

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In den letzten 100 Jahren wurde der größte Teil des Moores trocken gelegt. Inzwischen sind aber einige Teile wieder vernässt.
Das Moor an sich ist eher unspektakulär. Kirsten hat es aber gefallen. So sehr, das sie sich ein Stück davon kaufen will. Na ja, eigentlich ein Moorland Klima Zertifikat.

Nachdem wir das Moor hinter uns gelassen hatten, wurde die Fahrt zunehmend anstrengender. Der Wind wurde stärker und kam direkt von vorn. Und nur flaches Land, kaum ein Baum, der ihn ausbremst.
Es gibt hier noch etwas, was es nicht gibt: Die Gastätten- / Biergartendichte tendiert gegen Null. Auch Menschen trifft man in den Ortschaften selten an. Dafür fahren hier sehr viele, sehr große Traktoren herum.
Irgendwann sind wir dann an einer fahrbaren Imbissbude vorbei gekommen, wo wir uns für den Rest der Strecke stärken konnten.

So langsam kommt auch hier im Norden der Frühling an. Die Bäume und Sträucher sind zwar noch kahl, aber überall blühen die Osterglocken und die Störche haben mit der Froschjagd begonnen.

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Wir sind dann, etwas geschafft, gut wieder in Otterndorf angekommen, wo es zum Glück auch ein paar Gaststätten gibt. So konnten wir noch ein Abschluss-Bierchen trinken, bevor es wieder ins Hotel ging.

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D. Blisse 2019