Blisse-Müller-News

Kirsten und Detlef unterwegs

Natur & Kultur

Mai 312020

Unsere heutige Tour führte uns südlich von Wesenberg über Mirow, Fleether Mühle, Canow zurück nach Wesenberg. Die Sonne schien, es war etwas wärmer als gestern, dafür war der Ostwind noch etwas stärker.
Der Radweg nach Mirow, entlang der B198 ist zwar recht gut beschaffen, aber nicht so schön (viel Verkehr auf der Straße). Mit dem Wind im Rücken war er zügig absolviert.
Unser erster "Versorgungs-Stopp" sollte im Biergarten in Fleether Mühle sein (es war ja auch schon nach 12, da wir, wie fast immer, nicht so zeitig losgefahren sind). Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass das alte Herrenhaus mit der Gaststätte (und dem Biergarten) abgerissen wurde. Mit dem Bau des neuen Hauses wurde noch nicht begonnen (unsere Räder auf dem Foto stehen direkt neben der Baugrube). Es gab zwar eine Imbissbude und eine Wiese dazu, aber auch sehr viele Menschen dort.

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Da der nächste schöne Biergarten nur ein paar Kilometer entfernt ist, sind wir weiter zur Schleuse Diemitz gefahren. Auf die Idee sind aber noch viele andere gekommen. Aufgrund der aktuellen Beschränkungen wurden dort die Gäste vom Personal zu den freien Tischen geleitet. Es stand schon eine ganze Menschentraube dort und wartete auf die Platzierung. Da wollten wir uns nicht dazu stellen.
Auf solche "Notfälle" war ich aber vorbereitet und hatte vorsorglich zwei Flaschen Radeberger eingepackt.
Gegenüber dem Biergarten ist ein Rastplatz, wo wir unser mitgebrachtes Bier tranken. Und Live-Musik hörten.

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Die Band "Collec Tiv" aus Neustrelitz spielte auf. Ich gebe hier die Beschreibung, die sich Georg Hunkel & Lutz Friedel selbst gegeben haben (auf ihrer Visitenkarte) wieder:
"Aristrokatische Proleten: musikalische - sprachlich, politisch unkorrekte Querfront.
Hauptsächlich nemezkijasek
Komödiantische E-Musik, Bierernste U-Musik und das aus vielen Kisten für Feiern aller Art.
Collec Tiv seit über zehn Jahren im Dienste ganzer Völker"
Es hat uns richtig Spaß gemacht. Und ich denke, den Musikern auch.

Irgendwann, das Bier war mittlerweile alle (obwohl uns die Musiker von ihrem Vorrat auch etwas verkauft hätten) sind wir weiter nach Canow gefahren. Auf mäßig befahreren Nebenstraßen mit teilweise sehr holperigem Kopfsteinpflaster.
Direkt am See, auf einer kleinen Wiese gab es dann auch etwas zu essen. Allerdings haben die beiden Betreiber des stationären Imbisswagens wohl nicht damit gerechnet, dass am Pfingstsonntag Leute dorthin kommen und auch noch etwas bestellen. Es ging alles ein bisschen langsam - aber wir hatten ja Zeit.
Die Leute, die vor mir dran waren, haben Crepes bestellt. Die Frau hinter dem Tresen hat dann Eier in einen Topf geschlagen, Milch dazu gegeben, dann aber erst mal das Mehl gesucht. Es wurde alles online direkt nach der Bestellung hergestellt. So auch unsere Fischbrötchen. Dafür waren sie frisch und haben gut geschmeckt.

Da wir nicht auf der Bundesstraße zurück nach Wesenberg fahren wollten, haben wir unsere Radkarte nach einem alternativen Weg durch den Wald befragt und auch einen gefunden. Ein unbefestigter Wald- bzw. Feldweg. Der dann wegen einer Sperrung umgeleitet wurde. Eigentlich wollten wir nicht bis nach Strasen fahren, sind dann aber doch dort gelandet. Auf unserer Karte war noch ein regionaler Radweg in Richtung Ahrensberg eingezeichnet, auf den wir mutig abgebogen sind, obwohl der Weg schon ein bisschen komisch aussah.

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Es waren ja auch Fahrradspuren im Sand. Anfangs. Nachdem wir ein paar Kilometer zwischen den Feldern gefahren sind, hörte der Weg auf. Da, wo der kleine dunkle Punkt (ich) auf dem Foto vor der Baumreihe zu sehen ist. Es wurden wohl die Ackerflächen neu sortiert und unser Weg mit umgepflügt. So sind wir eben bis zur nächsten Abzweigung wieder zurück gefahren. Letztendlich kamen wir kurz hinter Strasen auf die Straße, von der wir zuvor abgefahren sind. Nur wenige hundert Meter weiter. Der Weg ist das Ziel!

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Außerdem wären wir ohne den Umweg nicht an der Alpaka-Farm vorbei gekommen. Die Tiere sahen so frisch geschoren, schon etwas lustig aus. Und haben sich wie ein paar Foto-Modelle benommen und für uns posiert.
Weiter ging es dann auf der Straße nach Ahrensberg. Die schöne hölzerne Hausbrücke (die älteste Norddeutschlands) haben wir diesmal ausgelassen. Auch den Biergarten mit Fischverkauf beim Fischer. Wir waren dort bei einer früheren Tour durch diese Gegend.

Bis Wesenberg war es nicht nun mehr weit. Unser nächstes Ziel war das Strandrestaurant am Weißen See. Auch hier lief nach der Wiedereröffnung noch nicht alles rund. Die ersten 20 Minuten wurden wir komplett ignoriert. Dann kam eine Kellnerin doch zu uns - die Getränkebestellung- und Lieferung klappte danach ganz gut. Aber als wir das Essen bestellen wollten, sagte sie, das es zur Zeit nichts gibt. Es stellte sich heraus, dass aufgrund von Personalmangel alle vorhandenen Mitarbeiter erst einmal das Geschirr abwaschen mussten, weil offensichtlich kein sauberes mehr da war. Sie nahm dann aber doch unsere Bestellung auf und etwa eine halbe Stunde später stand das Essen auf dem Tisch.

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Es gab dort ganz gutes W-LAN, so haben wir die Zeit genutzt, um die neuesten Nachrichten und Fotos von unseren Kindern und Enkeln anzusehen und selbst welche zu versenden. Außerdem hatten wir von unserem Platz aus einen schönen Blick auf den See.
Auf einem Umweg über Zwenzow und Useriner Mühle sind wir dann zurück zu unserem Quartier gefahren. Kirsten ist noch zum See gegangen, um dort die Abendstimmung "einzufangen".

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Wald, Wasser, Weite, Wind

Mai 302020

Nachdem alle unsere geplanten Reisen in diesem Jahr von den Veranstaltern abgesagt wurden (zur Zeit wollten wir auf dem Darß und an der Ostseeküste herumfahren), organisieren wir unsere Touren eben selbst.
So haben wir unsere Räder aufs Auto geschnallt und sind über Pfingsten nach Klein Quassow gefahren, wo wir zuvor eine Ferienwohnung gemietet hatten. Klein Quassow ist ein Vorort von Wesenberg, am Labussee. Dort angekommen, erfuhren wir, dass es doch kein Frühstück vom Vermieter gibt, weil am gleichen Tag noch eine größere Gruppe angereist ist und für uns alle der Platz in der Gaststätte nicht ausreicht. Und ein Frühstücksbufett ist ja derzeit nicht erlaubt.
Da wir eh eine kleine Runde mit den Rädern drehen wollten, um zu sehen, was sich seit unserem letzten Besuch (vor 3 Jahren) dort verändert hat, haben wir eben einen kleinen Umweg zu einem Supermarkt in Wesenberg gemacht und uns mit Lebensmitteln eingedeckt. Bier hatte ich vorsorglich schon von zu Hause mitgebracht.

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Die Useriner Mühle steht noch - und das seit 1888 in dieser Form. Leider existiert der Biergarten im Innenhof schon seit einigen Jahren nicht mehr. Und wie es aussieht, wird sich daran so schnell nichts ändern.

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Dafür wurde vor ein paar Jahren auf der anderen Straßenseite, am Useriner See die Gaststätte „Seeblick“ neu gebaut, die aber heute (leider) nur noch eine tagsüber geöffnete Imbissgaststätte ist.
Heute, nach unserem Frühstück starteten wir unsere Tour in Richtung Neustrelitz. Das erste Ziel war das Storchennest in Groß Quassow.

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Seit vielen Jahren wohnt dort den Sommer über ein Storchenpaar und zieht seine Jungen groß.
Weiter ging es nach Prälank zu unserem Startpunkt für den Rundkurs um den Zierker See.

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Auf der Neustrelitzer Seite des Sees, am Hafen, wollten wir eigentlich irgendwo einkehren und ein wenig essen, es war uns aber überall viel zu voll. So sind wir wieder zurück nach Useriner Mühle gefahren, wo wir im Garten der Gaststätte „Seeblick“ einen freien Tisch, etwas zu Essen und zu Trinken bekommen haben.
Der Rundkurs um den See ist nur knapp 13 km lang, so dass noch genug Zeit war, um weiter in Richtung Nationalpark bis nach Babke zu fahren. Nach einer kleinen Runde durch den "Staatlich anerkannten Erhohlungsort" (wie fast alle Orte hier) ging es zurück nach Blankenförde- Kakeldütt wo wir in der Räucherkate am Hexenwäldchen zu Abend essen wollten. Und wir hatten Glück, den seit heute ist die Gaststätte wieder geöffnet. Seit unserem letzten Besuch dort, hat allerdings ein neuer Koch die Küche übernommen. Das Essen war o.k., aber nicht so ganz mein Ding.

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Der alte Konsum in Blankenförde beherbergte auch eine Zeit lang eine Gaststätte...

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Nach etwa 50 gefahrenen Kilometern - auf meist sehr gut ausgebauten Radwegen (der im Bild von Groß- nach Klein Quassow gerade nicht), bei schönem Wetter, aber auch kräftigem Wind, sind wir wieder in unserer Pension angekommen.

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D. Blisse 2020