Blisse-Müller-News

Kirsten und Detlef unterwegs

Von Ho Chi Minh Stadt nach Ben Tre

Nov. 052019

Nach dem recht zeitigen Aufstehen (6:00 Uhr) und dem Frühstück sind wir in den Bus gestiegen, der uns zu unseren Fahrrädern und dem Startpunkt der ersten Etappe gebracht hat. Kurze Zeit später waren alle Räder eingestellt und es ging los. Kreuz und quer durch kleine Dörfer im Mekong-Delta, wo hauptsächlich die Drachenfrucht angebaut wird. Der Weg ist das Ziel.

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Damit die Drachenfrucht optimal gedeiht, benötigt sie etwa 20 Stunden am Tag Licht. Da die Sonne hier aber nur etwa halb so lange scheint, sind zwischen den Pflanzen Lichterketten angebracht, die für die nächtliche Beleuchtung sorgen (ist auf dem Foto nicht zu erkennen).

Auf der ersten Etappe gab es auch gleich das erste Problem. Zwei unserer Mitfahrer waren auf einmal nicht mehr da. Unser vietnamesischer Guide - Quang - fuhr eigentlich voraus, hielt aber irgendwann an, um Fotos von uns zu machen. Die beiden fuhren geradeaus weiter, während wir, kurz danach kommend, abbogen. Und keiner hat bemerkt, das wir nicht mehr vollzählig waren. Aber, Dank GPS und moderner Kommunikationstechnik (Handy) haben wir wieder zueinander gefunden.

Unterwegs trafen wir Bauern, die gerade ihre Ernte von Drachenfrüchten verladen wollten. Quang erzählte uns derweil einiges über diese Früchte, woraufhin wir eine ganze Menge davon geschenkt bekamen. Eine willkommene Erfrischung.

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Zu Mittag haben wir in einer der Garküchen, die es hier überall entlang den Straßen gibt, gegessen. Das ist etwas ungewohnt für uns. Auf der Straße sucht man sich aus den diversen Schüsseln sein Wunschgericht zusammen, dazu kommt dann noch Reis und irgendeine Souce. Dann wird man in den "Gastraum" geführt, wo an kleinen Tischen, auf Plastikhockern sitzend, gegessen wird. Auf engstem Raum wird hier alles erledigt. In einer Ecke sitzen Frauen auf der Erde und bereiten das Gemüse zu, daneben wird gekocht und das Geschirr abgewaschen. Ein Getränke-Verkaufsstand ist auch vorhanden. Und dazwischen wir.

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Das Essen hat geschmeckt.

Am Nachmittag sind wir mit verschiedenen original vietnamesischen Verkehrsmitteln chauffiert worden. Zuerst mit Motorrädern, auf deren hinterem Teil eine offene Ladenfläche mit 2 Sitzbänken für insgesamt 6 Personen montiert ist, zu einem Nebenarm des Mekong. Dort sind wir in kleine Boote umgestiegen, die von jungen Burschen mit einem Ruder am Heck angetrieben wurden. Erstaunlich flott. Nach ca. 2 km kamen wir wieder an Land und sind mit den Motorrädern zu einer kleinen Manufaktur gefahren, in der Bastmatten und ähnliche Sachen hergestellt werden.
Danach sind wir mit einem etwas größerem Boot zu einem kleinen Familienbetrieb gefahren, wo Kokosnüsse verarbeitet werden. Alles per Hand, ohne maschinelle Unterstützung. Etliche Leute haben da den ganzen Tag Kokosnüsse zerhackt.

Übernachtet haben wir in einem HomeStay bei einer vietnamesischen Familie. Das war eine größere Baracke, unterteilt in 10 Boxen (Zimmer), von denen sich immer 2 Klo und Dusche teilen müssten. Die Unterkunft war sehr spartanisch. Dafür war das Abendessen gut.

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Zähneputzen im Dschungel.

Kommentare

Janina05 November, 2019Das klingt alles ganz gut und ich bin neidisch und will sofort auch wieder nach Südostasien.

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