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Kirsten und Detlef unterwegs

Von Cai Be nach Can Tho

Nov. 072019

Bevor es heute richtig los ging, war erst einmal Arbeit angesagt. Wir sind in das Gewerbe der Puffreis - Produktion eingestiegen. In einer großen Schale wird Sand, gemischt mit Kokosöl erhitzt. Dann wird eine Handvoll Reiskörner dazugeben, die sich nach kurzer Zeit aufblähen und lustig durch die Gegend springen. Fabiola müsste kräftig umrühren. Nachdem alle Körner aufgegangen sind, wurden sie in ein feines Sieb geschaufelt, wo der Reis vom Sand getrennt wird. In einem gröberen Sieb werden danach die Spelzen ausgesiebt.

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Die heutige Etappe teilte sich in 2 Abschnitte. Zuerst umrundeten wir eine Insel zwischen verschiedenen Mekong - Armen. Das hat mich ein bisschen an die Geschichten vom Schlaraffenland erinnert. Alle möglichen Früchte hingen in Griffnähe an den Bäumen rechts und links der sehr schmalen Wege. Nur gebratene Hühnchen flogen nicht herum. Und die Wege waren nicht so gut.

Nach der Inselrundfahrt sind wir mit einer Fähre zurück aufs Festland gefahren. Da hier viele Menschen mit Mopeds, Autos und Fahrrädern hin und her geschifft werden, ging das alles ganz flott. Noch bevor die Fähre richtig angelegt hatte, fuhren die ersten schon herunter und gleichzeitig welche hinauf. Es gibt keine Schranken oder Absperrungen.

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Am anderen Ufer angekommen, sind wir erstmal über den dortigen Markt gegangen. Maren brauchte ein paar neue Schuhe, weil sich bei den alten die Sohlen abgelöst hatten. Sie hat auch welche bekommen. Direkt an der Straße wurde hauptsächlich Obst und Gemüse verkauft. Etwas Abseits konnte man aber auch lebende Schlangen, sowie verschiedene Geflügel kaufen. Denen waren die Beine und Flügel zusammen gebunden, damit sie nicht weg konnten. Einige der Tiere sahen sehr schlecht aus, mehr tot als lebendig.

Jetzt lagen nur noch 10 km bis zum Ziel des heutigen Tages vor uns. CanTho ist die größte Stadt in der Region des Mekong-Deltas und die viertgrösste Stadt Vietnams. Sie hat 1.238.300 Einwohner. Dementsprechend war der Verkehr, als wir nachmittags dort "einritten". Kirsten hätte sich auch eine Hupe für ihr Fahrrad gewünscht. Damit sie ein bisschen mitmischen kann. In Ermangelung dessen hat sie die Hupen - Geräusche selbst gemacht. Wir haben uns relativ schnell an das vietnamesische Fahrverhalten angepasst. Hier muss man zum Verkehsrowdy werden, wenn man voran kommen will. Es ist alles gut gegangen. Überhaupt, wir haben bisher nur einen Verkehrsunfall gesehen.

Abendessen waren wir in einem Restaurant direkt am Ufer des Mekong.

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Am anderen Ufer waren riesige Monitore, die Werbung gezeigt haben, aufgestellt. Die Vietnamesen mögen es offenbar so bunt. Auf dem Fluss fuhren große, sehr bunt beleuchtete Schiffe herum. Und auch in der Stadt sahen einige Häuser am Abend so aus.
Das Restaurant war etwas höherpreisig, für uns aber recht günstig. In einer "normalen" Gaststätte kostet ein Essen zwischen etwa 80000 und 150000 Dong. Das sind rund 3,50€ bis 6,00€. Das Bier (0,33l) bekommt man für 1€ bis 1,50€, auf dem Markt für 0,50€. Es ist recht mild.
Schwierigkeiten hatte ich anfangs mit den vielen Nullen auf den Geldscheinen. Da habe ich mich schon Mal verzählt.

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