Blisse-Müller-News

Kirsten und Detlef unterwegs

Von Can Tho nach Long Xuyen

Nov. 082019

Der heutige Tag begann für mich nicht so ganz optimal. Das Klingeln des Weckers - eigentlich ist es ja eins meiner Lieblingslieder - hat mich arg getroffen. Es war 5:45 Uhr und ich war noch nicht so weit. Als ich kurz darauf ins Bad stolperte, hätte ich mich fast hingelegt. Der ganz glatt polierte Marmorfußboden war mit einer etwa 5 mm hohen Wasserschicht überzogen. Das Wasser tropfte munter von der Decke herunter. Als ich kurz darauf die Rezeption anrief, um den Schaden zu melden, wurde am anderen Ende der Leitung gefragt: "Ist das Wasser warm oder kalt?" Ich hab's nicht verstanden. Es kam dann ein Zimmermädchen, die aber mit der Situation etwas überfordert war. Sie telefonierte kurz und hat wohl meine Fehlerbeschreibung bestätigt. Wir hatten inzwischen das ganze Bad mit Handtüchern ausgelegt, um nicht auszurutschen.

Die erste Aktion des Tages war der Besuch des Floating Market von Can Tho. Das ist ein schwimmender Großmarkt für Obst und Gemüse. Offensichtlich ist an Land kein Platz dafür. Kleine Boote fahren zu großen Booten und kaufen einen Teil der Ladung von denen, die dann auf dem Markt an der Straße weiter verkauft wird.

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Wir sind mit unserem Touri - Boot einmal um den Markt herum gefahren. 

Die meisten Leute hier sind sehr arm. Die kleinen und schmalen Behausungen an den Straßen sind gleichzeitig Werkstatt, bzw. Manufaktur, Verkaufsraum und auch Wohnung für die ganze Familie.

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In der Garküche, in der wir heute gegessen haben, war der hintere Teil durch eine Balustrade abgetrennt, hinter der ein Bett stand  (mit einer alten Frau darauf ). Die Gaststätte war aber etwas größer als üblich.
Und immer fegt jemand. Dumm nur, dass das Zusammgefegte vor der Tür liegen bleibt. Gelinde gesagt, es sieht etwas unaufgeräumt und schmuddelig an den Straßen aus.
Aber dafür waren in einigen Dörfern Lautsprecher an den Straßen installiert, mit denen die Bewohner und wir mit wichtigen Informationen beschallt wurden. Am Wochenende tagt das Parlament in Hanoi und außerdem ist irgend ein 90ster Jahrestag. Wir haben zwar nicht verstanden, was da gesagt wurde, aber es  war in einigen Orten übermäßig viel geflaggt. Ich nehme an, es ging darum. 

Ich muss erst einmal unterbrechen, da das W-LAN hier sehr schwach ist. Der einzige Ort, wo es halbwegs funktioniert ist das Klo. Wird auf die Dauer etwas unbequem. Außerdem habe ich den Wecker gerade auf 5:00 Uhr gestellt, weil wir morgen zeitig los müssen.

Weiter:
Die Vegetation hier ist eigentlich mit der in Costa Rica zu vergleichen. Was wir bisher überhaupt nicht gesehen haben, sind irgendwelche lustigen Tiere, die auf den Bäumen wohnen. Auch tropische Vögel waren nicht zu sehen. Heute haben wir aber eine kleine, dünne Giftschlange gefunden. Die war dummerweise genau so grün wie die Blätter auf denen sie saß. Weil sie auf dem Foto so gut wie nicht erkennbar ist, habe ich das weggelassen.

Die letzten 10 km der heutigen Etappe waren fakultativ. Es waren aber nur 2 Mitfahrer (innen), die es sich im Bus bequem gemacht haben.Von dem Rest der Truppe hat die Hälfte die Gelegenheit genutzt, sich mal ordentlich auszupowern. Die Straße war recht gut, wenig befahren und bis auf die 7 Brücken (die sind hier immer im Bogen über die Flüsse gespannt) ganz flach.

Das Abendessen gab es später auf der Dachterrasse unseres heutigen Hotels mit Blick auf die Stadt. Es war gut und vor allem das preiswerteste bisher. Nur die fliegenden Insekten haben mich genervt.

Kommentare

Elke 10 November, 2019Hi, Berlin, Sonntag nicht ganz so früh noch im Bett. Ich ringe gerade mit mir ob ich euch um euren Urlaub beneide oder nicht. Es hört sich abenteuerlich, aber interessant an. Nur das regelmäßige sehr frühe aufstehen lässt mich etwas ins Grübeln geraten. Euch noch viel Spaß. VG

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