Blisse-Müller-News

Kirsten und Detlef unterwegs

wieder zu Hause

Dez. 022019

Inzwischen ist es schon eine Weile her, dass wir wieder gut (etwas müde) zu Hause angekommen sind - Zeit für einen Rückblick.
Es war eine sehr schöne und interessante Reise. Wir haben viel gesehen und über die beiden Länder gelernt. Dazu haben unsere einheimischen Guides und ganz besonders unser deutscher Reiseleiter - Joachim, der über ein umfangreiches Wissen über die Länder Südostasiens, deren Geschichte, Politik und Religion verfügt - beigetragen.
Dabei haben wir festgestellt, dass die beiden Nachbarländer recht unterschiedlich sind. Das mag zum Einen daran liegen, dass die Vietnamesen ursprünglich aus China eingewandert sind, wohingegen die Menschen in Kambodscha aus Indien stammen. Die Industrie ist in Vietnam etwas weiter entwickelt. Nach dem Vietnamkrieg ging es unter der kommunistischen Führung anfangs mit der Wirtschaft nicht so richtig voran, inzwischen wird dort der "chinesische Weg" mit einem starken Wirtschaftswachsum praktiziert.
Aber auch Kambodscha hat sich in den letzten Jahren wirtschaftlich weiter entwickelt. Man sieht das ganz besonders in den großen Städten.

Die Menschen in Vietnam erschienen mir etwas offener und freundlicher. Daran hatte aber auch Quang einen Anteil, der einfach auf seine Landsleute zugegangen ist und die mit einbezogen hat, wenn er uns etwas erklärt hat. Oder, wenn er die "Happy Places" organisiert hat - oftmals in den privaten Wohnungen der Leute. Für ihn waren wir seine große Familie.

undefined

Hier erkärt uns Quang das Tunnelsystem der Vietcong in Cu Chi.

Der Verkehr in beiden Ländern ist (für unsere Verhältnisse) gleichermaßen chaotisch. In Vietnam sind vorrangig Mopeds und Fahrrad-Rischkas unterwegs sind, wohingegen man in Kambodscha mehr große SUVs und sehr viele TucTuc sieht.

undefined

Da die Asiaten meist etwas kleiner sind als wir, passen auch mehr davon auf ein Moped. 4 Personen auf einem 50 cm³-Moped sind überhaupt kein Problem. Die meisten fahren mit Helm - jedoch nicht die Kinder, die oftmals auf dem Tank vor dem Fahrer sitzen. Es gibt wohl nicht so kleine Helme.
Und wenn es auf der Straße zu eng wird, fährt man eben auf dem Bürgersteig.
Es ist schon interessant zu sehen, wie viele Mopeds und Motorräder zu größeren Transportmitteln umgebaut wurden und was man alles auf solch einem kleinen Gefährt transportieren kann.

undefined

Das Leben spielt sich hauptsächlich auf den Straßen ab. Hier wird allen möglichen Gewerben nachgegangen, verkauft und gekauft und gegessen (zu Hause zu kochen ist eher unüblich). Und wer sich keinen Stand an der Straße leisten kann, nimmt eben das Fahrrad als mobilen Gemüseladen - oftmals mit angebautem Lautsprecher, über den die Produkte lautstark (und monoton per Endlosschleife) angepriesen werden.

undefined

Wang - unser Guide in Kambodscha war etwas zurückhaltender als Quang, hat sich aber auch sehr gut um uns gekümmert. Alledings habe ich festgestellt, dass er auf keinem unserer Fotos zu sehen ist.
Auffällig ist, dass in Kambodscha die Religion einen viel höheren Stellenwert hat als in Vietnam. Kein Ort ohne Pagode und eine größere Ansammlung von Statuen der diversen Heiligen - vornehmlich Buddah.
Viele Kinder gehen auf die diversen Mönchsschulen. Sie werden dort ziemlich streng erzogen und leben recht asketisch. Es hat aber auch einige Vorteile, besonders für Jungen aus nicht so wohlhabenden Elternhäusern: meist kostenlose Ausbildung, Unterbringung und Verpflegung.
Allerdings wurden wohl die Verhaltensregeln für die Mönchsschüler im letzter Zeit etwas gelockert, denn wir haben viele junge Mönche mit moderner Technik (Handy, Musik, Digitalkamera) auch in Straßen-Restaurants gesehen.
Außerdem müssen die Absolventen nach Verlassen der Schule nicht als Mönch weiter leben. Sie können problemlos ins "Zivilleben" zurückkehren.

undefined

Das Treiben auf den Straße ist ähnlich dem in Vietnam.
Viele steigen beim Einkaufen am Straßenrand nicht einmal vom Moped ab.

undefined

Die Verkäufer sind hier aber etwas eindringlicher. Besonders den Touristen gegenüber.

undefined

Kurz vor Abschluß der Reise haben wir es geschafft, uns zu einem Gruppenfoto vor dem Tempel Banteay Srei zusammen zu finden. Da die Tempel nur mit bedeckten Knien und Schultern betreten werden sollen, haben wir vorher die Fahrradklamotten gegen Zivilkleidung getauscht.

Es gibt keine veröffentlichten Kommentare.

Neuer Kommentar

Atom

D. Blisse 2020