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Kirsten und Detlef unterwegs

Tour 4 - Brücken und Kunst - Route

Aug. 232020

Weil heute Sonntag ist, haben wir uns eine kürzere Rundtour ausgesucht. Start- und Endpunkt war wieder die Zeche Zollverein in unserer Nähe. Der größte Teil der Stecke verlief auf gut ausgebauten ehemaligen Bahntrassen mit sehr vielen Brücken. Die ältesten stammen aus den 1860er Jahren, es gibt aber auch einige moderne, zum Beispiel das architektonische Highlight am Rhein-Herne-Kanal - die markant geschwungene Brückenkonstruktion der Grimberger Sichel.

Grimberger Sichel

Das Foto habe ich mir von der Website "ruhr-tourismus.de" geborgt. Die Fotografin hat zwar sehr viele Fotos von dieser Brücke gemacht, aber auf keinem sieht man die Sichel als Ganzes. Und eine Drohne mit Kamera hatten wir gerade nicht dabei.

Nach etwa 1km kamen wir an der Schachtanlage 3/7/10 des Zechengeländes Zollverein vorbei. Neben dem Fördergerüst, welches man auch besteigen kann, befindet sich noch ein 'Mitmachmuseum'. Aber das Virus hat alles fest im Griff. Hinein bzw. hinauf kommt man nur nach Voranmeldung in ganz kleinen Gruppen.

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Es ging weiter in Richtung Essen-Kray auf der Kray-Wanner-Bahntrasse bis zur Halde "Rheinelbe". Die wurde bis 1928 mit Abraum der gleichnamigen Zeche aufgeschüttet. Auf der Haldenspitze steht die "Himmelstreppe" des Künstlers Herman Prigann.

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An der Erzbahnbude direkt am Wegedreieck zwischen Kray-Wanner-Bahn und Erzbahntrasse gab es für uns eine kleine Obstpause. Die Imbissbude ("Büdchen") ist einer der Kult-Radlertreffs im 'radrevier.ruhr.' und war zu der Zeit auch gut besucht. Live-Musik und kostenlose Fahrrad-Checks, wie an den Wochenenden üblich, gab es aber nicht (das Virus ?).
Weiter ging es zur Grimberger Sichel (Foto oben), die an nur einem großen Stahlpylon hängt.
Die Strecke direkt am Kanal entlang führte zum ehemaligen Kohlenhafen Bismarck, der zu einer moderne Marina umgebaut wurde.

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Die Hafeneinfahrt wird von der "ZoomBrücke" überspannt, die ebenfalls nur an einem Pfeiler befestigt ist.
Wie auf den Fotos zu sehen, war es heute sehr wolkig und merklich kühler als an den letzten Tagen. Dazu kam, dass sich die Wolken nicht an den Wetterbericht gehalten und trotz anderer Vorhersagen, ihr Wasser abgelassen haben. Wir fanden aber einen dicht belaubten Baum zum Unterstellen und sind nur wenig nass geworden.
Weiter ging es entlang des Kanals, vorbei an vielen unterschiedlichen Brücken, von denen es die "Bogenbrücke Nordsternpark" der Fotografin am meisten angetan hat.

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Die letzten 5km der Strecke fuhren wir auf dem gleichen Weg, wie schon bei der Tour 2, vorbei an der Schurenbachhalde. Wir haben gelesen, dass auf dem Haldenplateau die große "Bramme für das Ruhrgebiet" des Künstlers Richard Serra steht.  Da ich bis vor kurzem nicht wusste, was eine Bramme ist, bin ich die 265 Stufen und den Rest des Anstieges bis zum Plateau hinaufgestiefelt, um mir das Ding anzusehen.

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Da steht also eine Stahlplatte, die 14,5m hoch, 4,2m breit und 13,5cm dick ist. Sie wiegt 67 Tonnen. Merkwürdigerweise wurde die in Frankreich hergestellt, da es im Ruhrgebiet keine Fertigungsanlagen für diese Größe mehr gab.
Vom Plateau aus hat man einen weiten Blick über das gesamte Ruhrgebiet. Es war nur leider etwas diesig und wolkig als ich dort oben war und das Foto gemacht habe.
Zum Abschluss der heutigen Tour wollten wir in den netten Biergarten auf dem Gelände der Zeche Zollverein einkehren. Diesmal gab es ein technisches Problem. Die Zapfanlage war kaputt. Also weiter zum nahegelegenen Restaurant "The Mine". Dort überraschte uns ein Regenschauer, dem die aufgestellten Schirme nicht stand hielten. Zum Glück fanden wir in der Gaststätte noch einen Tisch mit ausreichendem Abstand zu den anderen.
Montag ist im Ruhrgebiet Ruhetag. Auch für uns. Wir wollten den Tag eigentlich nutzen, um ein Museum oder eine Ausstellung zu besuchen - klappt aber nicht. Montags ist einfach alles geschlossen, wie auch das Restaurant unseres Hotels. Mal sehen, wo wir heute etwas zu essen finden...

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