Blisse-Müller-News

Kirsten und Detlef unterwegs

Costa Rica Tour – Rückblick

Dez. 022017

Was haben wir auf dieser Reise gelernt?

Bei diesem feuchtwarmen, tropischen Klima wächst alles überall.
Sogar auf den Stromleitungen über der Straße (hier in Santa Maria de Dota).

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Juan-Carlos erzählte, wenn er zu Hause den Kern irgendeiner Frucht in den Garten wirft, wächst kurz danach ein Baum daraus.
Die Natur, Fauna und Flora, ist grandios. Das ganze Land ist unheimlich grün.
Tiere, die man sonst nur aus dem Zoo kennt, begegnen einem hier ständig. Wobei wir viele nicht gesehen hätten, wenn uns unsere Guides (oder der vom Nationalpark) nicht darauf hingewiesen hätten. Allerdings haben wir viele Arten auch überhaupt nicht gesehen.
Kirsten hätte gerne einen großen blauen Schmetterling vor die Linse bekommen und ich habe den coolen Glasfrosch auch nicht getroffen.

Zum lockeren und entspannten Fahrradfahren ist das Land nur bedingt geeignet. Es gibt nicht allzuviel gut ausgebaute Straßen, auf denen recht viel (LKW) Verkehr herrscht. Andere sind in nicht so gutem Zustand, obwohl ständig daran gebaut wird. Das liegt an den regelmäßig auftretenden Erdbeben und Unwettern, die zu Abbrüchen und anderen Beschädigungen führen. Und die unbefestigten Straßen sind meist so ausgewaschen, dass man ganz schön durchgeschüttelt wird.
Robuste Mountainbikes (wie wir sie hatten) sind da schon erforderlich.
Fast das ganze Land besteht aus Gebirgen. Wir sind selten längere Strecken auf halbwegs ebenen Gelände gefahren. Es ging ständig bergauf und bergab, wobei Letzteres auch nicht so einfach ist, da die Gefälle (wie auch die Anstiege) teilweise mehr als 10% betragen.
Insgesamt sind wir etwa 250 km mit dem Rad gefahren.

Die größte Zahl der Frauen, denen wir begegnet sind, ist ziemlich knuddelig. Damit das auch richtig zur Geltung kommt, tragen sie sehr enge, oftmals sehr bunte Klamotten. Bei den Männern ist der Anteil nicht ganz so groß.
Es wird hier sehr viel Süßes gegessen. Jorge, unser Busfahrer, hat sich beim Frühstück auf ein Stück fetten, süßen Schokokuchen noch eine Schicht Marmelade gelegt.

Die Reise hat uns, und ich denke, der gesamten Gruppe, sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn es manchmal etwas anstrengend und das Wetter nicht immer optimal war. Die Gruppe war sehr homogen. Wir haben uns alle sehr gut miteinander verstanden.

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Die Organisation und die Betreuung durch unsere Guides und den Busfahrer während der gesamten Tour waren super.

Tag 13 – auf dem Weg nach Hause

Dez. 012017

Der Bus zum Flughafen sollte uns erst 13:30 Uhr abholen. Wir hatten Zeit, am Vormittag noch einmal in die Stadt zu gehen. Dort haben wir das Gold – Museum, welches im Keller der Nationalbank untergebracht ist, besucht.

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Es befindet sich unter diesem, nicht so schönen Platz.
Die Ausstellung war sehr interessant. Es wird die Lebensweise der Ureinwohner in vorcolumbianischer Zeit dargestellt. Und natürlich auch viele Gold-Exponate. Es ist erstaunlich, wie filigran die meisten der bis zu 2000 Jahren alten Stücke gefertigt wurden.

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Es gab noch feinere Stücke, aber keine Fotos davon.

Der Weg nach Hause ist mit viel Warterei verbunden:
3 1/2 Stunden im Flughafen von San José, knapp 10 Stunden Flug nach Madrid (sehr eng und ziemlich kühl) und noch einmal 8 1/2 Stunden bevor unser Flugzeug (hoffentlich pünktlich) nach Berlin startet.

 

Tag 12 – zurück in San José

Nov. 302017

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Sowohl der Kaffee, als auch das Essen werden hier über offenem Feuer gekocht.
Der Kaffee war gut.

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Auf dem Weg nach San José standen wir mehrmals im Stau, so dass wir eine Stunde später dort ankamen, als geplant.
Überhaupt ist der Verkehr in der Stadt ziemlich chaotisch. Kurze, enge Straßen mit viel zu vielen Autos (auch viele große LKW’s). Alle fahren erst einmal auf die Kreuzung rauf. Damit es dann noch schleppender weiter geht. Die meisten Verkehrsampeln hängen hier mittig über der Kreuzung. Aber nur für zwei Richtungen (es sind fast alles Einbahnstraßen), was für die Fußgänger etwas blöd ist. Will man entgegen dem Verkehr über die Straße, muss man sich an den Autos orientieren, da man die Ampel ja nicht sieht. Und dabei hoffen, dass man von den Abbiegern gesehen und respektiert wird. Es gibt auch Radwege in San José, die aber im Berufsverkehr nicht zu benutzen sind. Das Foto wurde am Sonntag, bei unserer Ankunft aufgenommen.

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Abends waren wir asiatisch essen. Das Essen war ganz okay, nur etwas wenig (für die Männer). Störend war eine Gruppe Amerikaner am Nebentisch, die sehr laut waren.

Tag 11 – Karibik Feeling

Nov. 292017

…kam bis jetzt noch nicht so richtig auf.
Nach dem Frühstück nach Costa Rica Art – Rührei und Reis mit schwarzen Bohnen (so wie jeden Tag) und einem großen Obstteller sind wir in den Nationalpark, der direkt am Ort beginnt, gegangen. In den Regenwald. Und, wie nicht anders zu erwarten, fing es an zu regnen, als wir dort ankamen. Und zwar richtig. Nach kurzer Zeit waren wir völlig durchnässt. Da es warm war hat das nicht so ganz doll gestört, nur die nassen Klamotten hingen schwer am Körper. Das Blöde war, dass ich nicht mit den Schuhen, die noch von gestern feucht waren, losziehen wollte. Nun habe ich zwei Paar nasse Schuhe (und nur noch ein paar Badelatschen).
Wilde Tiere haben wir aber auch gesehen und gehört. Die Brüllaffen haben ganz schön Radau gemacht. Denen hat das Wetter wohl auch nicht gepasst.
Die Faultiere hat das offensichtlich nicht gestört.

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Ebenso die kleinen Giftschlangen. Diese Sorte gibt es in verschiedenen Farben. In Gelb sieht sie noch schöner aus, wollte sich aber für’s Foto nicht in Pose setzen.

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Wenn man nicht aufpasst, bekommt man hier noch Schwimmhäute zwischen den Fingern. Die Haut meiner Hände war schon ganz schrumpelig. Und aus den Schuhen quoll bei jedem Schritt das Wasser.

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Ab mittags kam ab und zu die Sonne heraus, so dass alles gleich viel freundlicher aussah. Zum Beispiel das Atrium unseres Hotels (hinter der Palme in der Mitte ist unser Zimmer).

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Am Nachmittag sind wir in ein Dorf der Bribri – Indianer an die Grenze zu Panama gefahren und haben uns mit dem Schamanen des Stammes getroffen. Ein cooler Typ, der ein unheimliches Wissen über die Pflanzen, deren Heilkräfte und deren Verwendung für die verschiedensten Dinge hat.
Anfangs hat er uns seine Jagdwaffen, diverse Pfeile, Speere und ein Blasrohr vorgeführt. Vögel werden zum Beispiel mit kleinen Beeren durch ein Blasrohr ‘erschossen’. Es durften sich alle einmal daran versuchen, aber die meisten Beeren sind nicht allzuweit geflogen.

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Beim Bogenschießen war interessant, das der Pfeil komplett aus Holz war und trotzdem in einem Baumstamm stecken blieb. Auch dass die ‘Sehne’ aus einer Pflanzenfaser hergestellt wurde.
Danach sind wir durch seinen Garten gegangen, wo er uns die unterschiedlichsten Planzen erklärt hat.
Aus den Früchten eines Baumes hat er eine transparente, dickflüssige Masse herausgedrückt, mit der er Kirsten und mich zusammengeklebt hat, damit wir nicht getrennt werden können. Das fühlte sich wie Sekundenkleber an.

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Er hat auch so eine Art begehbares Terrarium, in dem er kleine Frösche angesiedelt hat (weil die Natur diesbezüglich etwas aus dem Gleichgewicht gekommen ist und die Frösche von Schlangen gefressen werden). Da sind giftige, kleine, rote, grüne und schwarze Frösche herumgehüpft, mit deren Gift die Jagdpfeile präpariert wurden. Die Art der Jagd ist mittlerweile aber verboten.

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Dieser Giftzwerg ist etwa 2 – 3 cm groß.
Nach dem interessanten Rundgang durch den Garten sind wir in die Schokoladenproduktion eingestiegen. Zuerst wurden die Bohnen von 6 Kakaofrüchten in einer Pfanne über offenem Feuer geröstet.

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Die gerösteten Bohnen wurden dann in eine Holzschale getan und mit einem runden Stein zerdrückt. Mir einigen geschickten Wurfbewegungen hat eine Indianerin die Spelzen vom Rest getrennt, der dann in eine Art Fleischwolf kam und durchgedreht würde.

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Unten kam Schokolade mit 100% Kakaoanteil heraus. War ein bisschen bitter, aber ganz gut. Die Schokomasse wurde dann noch aufgekocht und mit braunem Rohrzucker gesüsst. Fertig war die heiße Schokolade, die wir aus Schalen, die aus den Kakaofrüchten hergestellt wurden, getrunken haben.

Abends haben wir in einem Restaurant, direkt am Strand gegessen. Wir beide – Tintenfisch – sehr üppig und richtig gut.
Zum Ausklang des Tages sind wir wieder in die Bar gegangen, in der wir schon am Vortag waren (die Cocktails sind dort offensichtlich sehr gut). Und wieder gab es ein spezielles Showprogramm für uns. Zum Einen war dort Karaoke-Abend (ein bisschen laut) und dann kam ein Faultier, was sich an den Stromleitungen über die Straßen hangelte. Da das Tier ja nicht so schnell ist, hat das schon ein Weilchen gedauert. Besonders an den Kreuzungspunkten hatte es zu tun. So nah sind uns diese Tiere bisher nicht gekommen. Leider war es für Handy-Fotos zu dunkel.

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Tag 10 – a rainy day

Nov. 282017

Es kam fast alles anders als geplant. Ein Teil der Gruppe wollte eine Rafting-Tour unternehmen, der Rest die Strecke mit dem Rad fahren.
Es hat aber seit gestern Abend so viel geregnet, dass das Rafting abgesagt wurde, weil der Fluss zuviel und zu schlammiges Wasser führte. Also alle Rad fahren. Wegen des Wetters hat sich auch das Beladen des Busses stark verzögert. Denn die Koffer werden auf dem Dach transportiert. Also wurden die erst im Bus deponiert, der ist dann zu einem trockenen Platz gefahren, wo das Gepäck auf’s Dach umgeladen würde. So sind wir erst nach 10 Uhr weggekommen. Es regnete immer noch. Und keiner hatte Lust bei dem Wetter Rad zu fahren. Zumal ein Anstieg bevorstand, der noch schärfer ist, als der von gestern. Ein paar Kilometer vor diesem 4 km langen Anstieg – es regnete mittlerweile etwas weniger – haben sich dann doch Einige entschlossen, die Steigung in Angriff zu nehmen.
Ich war nicht dabei und schäme ein bisschen dafür. Aber, nachdem ich mich gestern gequält hattte, wollte ich mir das nicht schon wieder antun. Ich glaube, es war auch gut so. Der Berg war der Hammer.
Wir sind erst auf dem Gipfel auf die Räder gestiegen und haben uns bergab rollen lassen.
Man muss hier nicht nur auf die Löcher und Buckel der Straßen achten, sondern auch auf die Tiere, die eventuell den Weg queren.

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Die Rinder am Straßenrand haben nur geguckt und sich wohl gedacht, wie man auf die Idee kommen kann, bei dem Wetter mit dem Fahrrad heimzufahren.

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Nach 11 km war dann Schluss mit Radfahren in diesem Urlaub.
Bevor die Räder verladen wurden, mussten wir uns von ihnen verabschieden. Kirsten ist mit ihrem nicht so richtig warm geworden. Die 29″ Räder und der Rahmen waren ihr etwas zu groß. Meins war ganz okay.

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Das letzte Stück bis an die Karibik-Küste sind wir mit dem Bus gefahren. Unterwegs stellte sich heraus, dass die beiden Martins in unserer Gruppe heute Geburtstag haben. Sie haben Geburtstagsständchen in allen Sprachen bekommen, die in der Gruppe (mehr oder weniger) geläufig waren.
Nachdem wir in schon in Orosi zweimal beim Italiener gegessen haben, wohnen wir für die nächsten 2 Nächte in Cahuita auch bei einem richtigen Italiener. Also gab’s zum Abend Lasagne. Für die Geburtstagskinder hat er noch ein kleines Feuerwerk veranstaltet.

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Nach dem Abendessen sind wir gemeinsam in eine naheliegende Bar gezogen und haben es uns mit Cocktails und Bier (für mich) gut gehen lassen.
Zusätzlich wurde uns ein bisschen Programm geboten – auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat die Polizei mit großem Aufgebot und schwer bewaffnet eine Drogen-Razzia durchgeführt.

Tag 9 – Alp d’Huez

Nov. 272017

Na ja, ist vielleicht etwas übertrieben. Aber auf der heutige Etappe nach Turrialba waren schon einige Steigungen zu überwinden. Der schärfste Anstieg waren etwa 200 Höhenmeter auf 2 km. Nur bergauf, ohne Erholung zwischendurch. Der Pik auf dem Höhenprofil ist jedenfalls ganz schön beeindruckend. Da ist aber nur die Hälfte der Gruppe mitgefahren, die anderen sind auf den Bus umgestiegen.
Oben angekommen hatten wir dafür einen schönen Blick in das Orosi – Tal.

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Unterwegs haben wir einer kleinen Zuckerfabrik einen Besuch abgestattet. Das ist ein Familienbetrieb in dem in Handarbeit der braune Rohrzucker hergestellt wird. Nur das Auspressen wurde von einer Maschine, die aber von Hand bestückt wird, übernommen.

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In den Töpfen wird der Zuckerrohrsaft gekocht. Das Dicke kommt dann in die Wanne (rechts im Bild), wird durchgerührt und in Röhren gefüllt. Nach dem Erkalten werden die Zuckerstangen in Scheiben geschnitten und verpackt.
Zum Mittag gab es wieder ein reichhaltiges Picknick am Fluss – an einer Wildwasser-Kanu-Rennstrecke.

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Unsere Guides machen sich auch als Küchenpersonal sehr gut.
Das letzte Teilstück der Etappe verlief dann relativ flach und leicht abschüssig, so dass man gut rollen konnte. Die Gegend hier ist Zuckerrohr Anbaugebiet. Wir fuhren eine ganze Weile durch Plantagen und kamen an einer größeren Zuckerfabrik vorbei, wo der Zucker auch raffiniert wird.

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Die ist ein bisschen verrostet, einige Arbeiter haben daran aber schon herungeklopft. Und die Ernte beginnt ja erst im Januar.
Mit dem Wetter hatten wir heute einigermaßen Glück. Als wir losfuhren, hatte sich der Morgenregen gerade verzogen. Für die Anstiege war es nicht zu warm und als es wieder anfing zu regnen, fuhren wir gerade durch eine kleine Stadt mit einem netten Café, wo wir die ‘Regenzeit’ überbrückt haben. Danach war es angenehm warm und trocken. Bis wir in unserem Hotel angekommen sind. Da fing es wieder an zu regnen, zeitweise recht kräftig.

 

Tag 8 – dance on the vulcano

Nov. 262017

Gleich nach dem Frühstück sind wir in den Bus gestiegen und zum Vulkan Irazu gefahren. Er ist mit 3432 m der höchste Vulkan Costa Ricas. Und auch eins der am meisten besuchten Ausflugsziele. Sonntags strömen die Massen dort hinauf. Die ganz harten sind mit dem Fahrrad bis zum Gipfel gefahren. Einige Jogger haben wir auch überholt.
Deshalb wollten unsere Guides vor dem großen Andrang dort sein. Der Nachteil am Morgen ist, dass der Gipfel eigentlich immer in den Wolken versteckt ist, die sich aber manchmal im Laufe des Tages verziehen.
Wie überall hier, kostet das Kratergucken natürlich auch Geld: für die Einheimischen (umgerechnet) 1,5 $ für uns 15 $ pro Person. Wir sind dann bis zur Absperrung direkt am Kraterand gegangen – und haben den Krater gesucht. Außer einem Schild und mir war nichts zu sehen.

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Nach einem kleinen Spaziergang in den Wolken haben wir unsere Räder startklar gemacht.

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Und dann ging’s abwärts. Insgesamt etwa 2350 Höhenmeter. Teilweise auf asphaltierten Straßen, meist aber auf nicht so guten Feldwegen. Dabei gab es heute den ersten Sturz (ohne größere Schäden) und den ersten Platten der Tour. Außerdem hat die Abfahrt eine ganze Menge Bremssteine – die Räder haben Scheibenbremsen, was hier auch notwendig ist – gekostet.
Im unteren Teil gab es aber auch ein paar knackige Anstiege.
Zum Mittag sind wir in einem kleinen Ort – Santiago – eingekehrt. Die Gaststätte war soetwas wie eine Imbissstube mit einer kleinen Halle und einer großen Terasse. Die Leute waren anfangs etwas unvorbereitet, plötzlich 24 Gäste gleichzeitig zu versorgen, haben das aber gut gemeistert. Sie haben uns Hamburger und Hühnchen mit Reis angeboten. Offensichtlich war die Küche zu klein, denn nach kurzer Zeit kamen einige Dorfbewohner mit großen Töpfen angerannt, in denen das Reis-Huhn- Gericht war. Es hat alles sehr gut geschmeckt und war sehr preiswert. Zur gleichen Zeit wurde in der Halle die sonntägliche Bingo-Party vorbereitet. Das halbe Dorf strömte dorthin. Der Rest war auf dem Fußballplatz, gleich neben der Kirche.
Für die Kinder, besonders die Mädchen, waren wir die Attraktion des Tages. Sie sahen die vielen Fotoapparate und stellten sich in Pose. Sämtliche Fotografen von uns machten dann auch etliche Fotos von ihnen.

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Überhaupt sind die Menschen hier nett und freundlich. Auf der Straße grüßen sie uns, winken uns zu oder geben Hauptkonzerte. Aber sie haben auch einen Weihnachtsspleen. Kaum ein Haus, welches nicht weihnachtlich geschmückt ist.

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Die bisherige Krönung ist dieser Vorgarten:

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Schneemann im Grünen vor Palme. Und dabei gibt es hier gar keinen Schnee.

Unser Hotel hier in Orosi hat auch für einige Heiterkeit, bzw. Frust gesorgt. Kaum ein Zimmer in dem alles funktioniert. Im Nachbarzimmer war heute früh eine Überschwemmung im Bad und als ich vorhin unter der Dusche stand, kam kein Wasser. Nachdem der Schaden behoben war, lief es so spärlich dass ich von Strahl zu Strahl hüpfen müsste, um ein bisschen nass zu werden.
Auch das Abendessen verlief etwas schräg. Zur Getränke-Bestellung und Lieferung kamen zwei Kellnerinnen. Eine hat abgefragt, die Andere aufgeschrieben. Dann kam Erstere mit dem Tablett mit Getränken und die Andere hat vorgelesen, wer was bekam. Trotzdem kam Einiges durcheinander.
Auch beim Essen fehlte bei manchen die Beilage, die aber auf Nachfrage plötzlich geliefert wurde.

Tag 7 – Kaffeefahrt – schön wär’s gewesen

Nov. 252017

Nach dem Frühstück bei Cecilia sind wir hinunter in den Ort gefahren, um an einer Führung in der lokalen Kaffe – Kooperative teilzunehmen. Für 19 Dollar pro Person.
Als erstes mussten wir uns jeder einen Pflücker-Korb um den Bauch schnallen, bekamen einen lustigen Hut gegen die Sonne aufgesetzt und wurden in eine kleine Plantage geschickt, um dort die reifen Kaffee – Beeren zu ernten.

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Wir brauchten unsere Körbe zum Glück nicht komplett zu füllen. Anhand unserer kleinen Ernte wurde uns die Weiterverarbeitung der Beeren erklärt. So haben wir eine ganze Menge über Kaffee gelernt. Auch dass zum Pflücken die Indios aus Panama und Nicaragua kommen, weil die Einheimischen diese Arbeit nicht tun wollen. Und dass dieser Kaffee zu den besten der Welt gehört.

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Zum Schluss gab es noch einen Espresso oder Cappuccino. Und den Hut durften wir mitnehmen.
Nach dem Kaffee sind wir mit dem Bus zum Startpunkt der Tour nach Orosi in 2340 m Höhe gebracht worden. Von dort ging es auf unbefestigten Straßen abwärts bis auf 1500 m. Wieder durch die Wolken. Allerdings war es heute nicht so nass. Dafür war die Sicht nicht so gut.

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Auf der andern Seite des Tales mussten wir wieder hinauf – 200 Höhenmeter.
Dann ging es mit dem Rad nicht mehr weiter, weil der Weg nach dem Oktober- Unwetter für Fahrzeuge unpassierbar ist.
Also marschierten wir die nächsten 7 km zu Fuß weiter. Ich hätte den Weg aber auch in gutem Zustand nicht fahren wollen. Extreme Anstiege von mehr als 15%.

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Sogar unsere bergerfahrenen Österreicher hatten da so ihre Schwierigkeiten.
Der Weg nach unten war noch schärfer. Schlammig und total ausgewaschen mit tiefen Rinnen und großen Löchern bei starkem Gefälle.

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Es sind alle gut unten angekommen wo unsere Räder schon für die Weiterfahrt bereit standen. Eigentlich sollte da auch unser Bus stehen, aber es gab auf der Strecke noch weitere Hindernisse. So mussten wir ohne Helm und Handschuhe (die lagen in Bus) weiter.

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Juan-Carlos war der einzige, der seinen Helm im Fahrradtransporter hatte.
Neben dieser Furt lagen aber auch 2 schmale Betonbalken über dem Fluss, über die ich (und ein paar der Anderen) mit dem Rad balanciert bin. Einige haben das ignoriert und sich nasse Füße geholt.
So langsam tauchte nun das nächste Problem auf. Unsere Kaffeeernte dauerte schon länger als geplant und auch der Fußmarsch hat zuviel Zeit beansprucht. Es brach langsam die Dämmung herein.Die Phase ist hier sehr kurz. Bei dem bewölkten Himmel ist es um 17:30 Uhr dunkel. Licht am Rad gibt es nicht. So sind wir die letzten 9 km im Dunkeln, ziemlich flott zum Hotel gefahren.

 

Tag 6 – Schussfahrt nach San Remo – nee, nach Santa Maria de Dota

Nov. 242017

Der heutige Tag begann mit einer Wanderung durch den Regenwald, auf der Suche nach dem Quetzal. Das ist der beliebteste Vogel von etwa 800 Arten, die hier herumfliegen. Eigentlich ist er ja der Nationalvogel von Guatemala, wo sogar die Währung nach ihm benannt wurde..
Wir haben dann auch ein Weibchen gesehen, das aber so weit weg und zwischen den Ästen versteckt war, dass es sich nicht fotografieren ließ.
Aber, es ist schon faszinierend, was für eine üppige Vegetation hier in 2500 m Höhe vorherrscht.

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Nach der 2-stündigen Wanderung sind wir in den Bus gestiegen, der uns zum Ausgangspunkt unserer heutigen Etappe bringen sollte. Unterwegs gab es einen Stop bei einer kleinen Farm. Unsere einheimischen Guides hatten in Erfahrung gebracht, dass dort ein paar Quetzal gesichtet wurden.
Wir mussten einen extrem steilen Anstieg hinauf klettern – und haben dann auch einen gefunden. Wieder (leider nur) ein Weibchen. Die männlichen Vögel haben eine ganz lange, schöne Schwanzfeder.

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Es ging dann die abenteuerliche Straße weiter bergauf bis zur Inter Americana auf einer Höhe von 3024 m (laut GPS-Tracker). Dort warteten schon unsere Räder auf uns, mit denen wir in das 30 km entfernte Santa Maria de Dota fahren sollten. Der Ort liegt auf einer Höhe von 1500 m. Das heißt, 1500 Höhenmeter bergab. Cool!
Aber, wie fast alles, hat auch diese Abfahrt zwei Seiten:
Wir sind bei Sonnenschein und etwa 20°C gestartet und waren dementsprechend gekleidet. Es hat nur keiner bedacht, dass wir über den Wolken waren. Nach etwa 500 m sind wir in die Wolke eingetaucht. Es war plötzlich sehr nass und höchstens noch 10°C warm. In kurzer Zeit waren wir bis auf die Haut durchnässt. Die Regenjacken hatten wir im Bus gelassen. Zum Glück hatte der auf uns gewartet, so dass wir nach etwa 10 km wenigstens die Jacken wechseln konnten. Einige von uns hatten an dieser Stelle schon aufgegeben und sind im Bus geblieben. Diesmal wurden die zwischenzeitlichen kleinen Steigungen begrüßt, weil man die, vom Dauerbremsen verkrampften Hände etwas entspannen konnte.

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Bei einer Höhe von etwa 2000 m waren wir endlich unter den Wolken – es wurde trockener und wieder wärmer. Die letzten 15 km ging es dann auf einer teilweise unbefestigten Straße weiter bergab. Die Stecke war aber nicht so schlimm wie die am ersten Tag. Aber das Gefälle war an einigen Stellen schon heftig. Die Bremsscheiben waren so heiß, dass man sich die Finger daran verbrennen hätte können (ich hab’s getestet).
Unsere Unterkunft für heute – Cabinas Cecilia – ist ganz nett, aber recht spartanisch. Da es hier nicht genug Zimmer gibt, wurde ein Teil der Gruppe in ein anderes Hotel, mit sehr kleinen Räumen ausquartiert.
Unsere Sachen waren inzwischen am Körper schon wieder etwas getrocknet. Bis auf die Schuhe und die Socken.

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Tag 5 – Klimawechsel

Nov. 232017

Heute war wieder ein Fahrrad-freier Tag. Wir konnten ausschlafen, weil die Bus-Tour erst gegen 11 Uhr begann. So hatten wir genug Zeit, ausgiebig zu frühstücken und im Park die verschiedenen Tiere zu fotografieren.

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Und dann ging es auf ins Gebirge. Der Bus hatte zeitweise ganz schön zu tun, die steilen Anstiege hinauf zu kommen. Hat es aber von selbst geschafft, wir brauchten nicht zu schieben. Auf 3100m Höhe, über den Wolken, haben wir dem Motor eine kleine Pause zum Abkühlen gegönnt und uns einen Mittagsimbiss.

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Wo in Europa in dieser Höhe kaum noch etwas wächst, ist hier alles dicht bewaldet. Die Temperatur hier oben ist etwa halb so hoch wie bei der Abfahrt (ca. 15°).

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Nach der Pause ging es bis auf 3400m weiter hinauf, bis wir auf eine holperige Nebenstraße abbogen und eine abenteuerliche Abfahrt in das Tal des Savegre Flusses begann. Bis zu unserem Hotel in San Gerardo de Dota auf einer Höhe von 2200m. In dem schönen Bungalow-Hotel laufen Leute herum, die Fotoapparate mit riesigen Teleobjektiven herumschleppen, um die vielen Vögel zu fotografieren.
Unser Häuschen steht wieder mitten im Garten. Nur die Vegetation ist hier etwas anders als heute früh.

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Da es noch früh am Nachmittag war, haben wir einen Spaziergang (mehr eine Kletterpartie über Stock und Stein) entlang des Savegre unternommen. Eigentlich wollten wir zu einem Wasserfall laufen, jedoch war der der letzte Teil des Parcours gesperrt, da er nach dem Unwetter vom Oktober unpassierbar ist. Das Wasser kam dann von ganz oben, in Form von Regen.

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Tag 4 – von Dominical nach Uvita

Nov. 222017

Heute gab es nur eine kurze Etappe über knapp 20 km mit den Fahrrädern zu absolvieren. Wir sind auf der Küstenstraße weiter gefahren – diesmal mit nicht ganz so vielen LKWs. Dafür wurden schon mal ein paar Hügel eingebaut.
Bei Uvita beginnt der Nationalpark “Marino Ballena”, von dem der größte Teil im Meer liegt. Dort sind wir hin. Allerdings war nur ein breiter Strand zu sehen. Es war gerade Ebbe. Und auch nur dann ist die Form einer Landzunge zu erkennen, die wie die Schwanzflosse eines Wals aussieht (allerdings nur von oben, und wir standen ja darauf).

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Aus unserer Position waren nur die wolkenverhangenen Berge zu sehen, in die wir morgen fahren werden.

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Wir waren dort Baden und beim Trocknen habe ich kleinen Krabben beim Kampf um die schönste Spalte in den herumliegenden Steinen zugesehen. Bis es mir zu heiß wurde – die Sonne hatte inzwischen die Wolken vertrieben.
Den Nachmittag haben wir in unserer Hotel-Parklandschaft und am / im Pool verbracht.

Tag 3 – erste Etappe nach Dominical

Nov. 212017

Wir mussten relativ zeitig (6 Uhr) aufstehen um nach dem Frühstück unsere Räder in Empfang zu nehmen, sie einzustellen und die erste Etappe über 50km zu starten.

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Da sahen alle noch recht munter aus.
Aber die erste Hälfte der Strecke hat es ganz schön in sich gehabt. Kurz nach dem Start fing es an zu regnen. Kein Problem, es war ja warm. Dafür war die Straße extrem schlecht. Grober Schotter (durch die Nässe sehr rutschig) und Schlammlöcher. Dazu gab es einen schönen Anstieg. Nach kurzer Zeit sahen alle ziemlich verdreckt aus, zumal die Räder keine Schutzbleche haben.

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Mittags gab es dann ein Picknick am Fluss. Unsere einheimischen Begleiter haben das ganz liebevoll hergerichtet.

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Bei der Pause habe ich festgestellt, dass ich vergessen hatte, für den GPS-Tracker das GPS einzuschalten. Die blöde Software hat das nicht gestört, sie hat eben nichts aufgezeichnet. Unterwegs hatte ich Probleme mit meiner Gesichtshaut. Die hat stark gebrannt, insbesondere die Augen, so dass ich zeitweise nicht sehen konnte, wohin ich fahre. Bis ich dann festgestellt habe, dass mein Helm eine Chemikalie absondert (braune Souce) die mit Regenwasser und Schweiß vermischt über mein Gesicht lief und die heftige Reaktion hervorrief. Dem Helm war es wohl ein bisschen zu warm. War jedenfalls nicht so ganz mein Tag.
Die zweite Hälfte der Strecke ging dann auf einer Küstenstraße entlang dem Pazifik. Dummerweise würde diese kürzlich ausgebaut und neu asphaltiert. Das hat auch der Fernverkehr von und nach Panama mitbekommen. Zumal die auch noch mautfrei ist. Wir hatten also viele große Trucks und deren Gestank um uns.
Dafür wurden wir mit einem herrlich gelegenem Bungalow-Hotel entschädigt.
So sieht es aus,wenn wir von unserer Terrasse nach draußen blicken.

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Ich komme mir vor, wie im Alfred Brehm Haus. Die lustigsten Tiere krabbeln und fliegen hier überall herum. Zum Beispiel der Tucan.

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Tag 2 – Abenteuer in Manuel Antonio

Nov. 202017

Heute ist bei uns nicht allzuviel passiert. Wir hatten den Tag zur freien Verfügung.
Vormittags haben wir nur am Strand, direkt vor dem Hotel gefaulenzt. undefined

Am Nachmittag wurden wir zu einer Kanutour durch die Mangrovenwälder abgeholt.

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Das hat uns ein bisschen an unsere Bootstouren in Mecklenburg erinnert. Nur dass die Bäume hier etwas andere Wurzeln haben. Und es gibt auch andere Tiere. Allerdings haben die sich vor uns versteckt. Ein schöner, bunter Waran war weg, bevor der Fotoapparat startklar war. Die Affen haben sich verzogen, weil es anfing zu regnen und die das nicht mögen. Aber dann haben wir noch einen Leguan getroffen, der einen Baum hinauf gekrabbelt ist. Durch seine Tarnfarbe ist er nicht so leicht vom Hintergrund zu unterscheiden.

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Morgen früh starten wir dann zur ersten Etappe unserer Radtour. Die Räder sind vorhin angekommen – nagelneue rote Mountainbikes.

Tag 1 – von San José nach Manuel Antonio

Nov. 192017

Nach dem Frühstück im Hotel und einem kleinen Morgenspaziergang durch das Zentrum von San José sind wir in den Bus gestiegen und in Richtung Pazifik gefahren. Während einer kleinen Pause sind wir zu Fuß über eine Brücke über den Fluß Tarconas gelaufen. Unten, im Wasser tummelten sich etliche Krokodile und warteten wohl darauf, dass jemand über die Brüstung fällt.

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Die Tiere – American Crocodile – sollen die größten ihrer Art sein und etwa 4m lang werden.
Aber nicht nur die Tiere sind hier gefährlich. Wir bekamen auch Instruktionen, wie wir uns bei einem Erdbeben verhalten sollen (unter den Tisch kriechen – nur unter unseren hier würde höchstens ein Kleinkind passen). Das letzte Beben war hier vor einer Woche etwa 30km entfernt im Meer mit einer Stärke von 6,7.
Nachmittags haben wir eine Wanderung durch den Nationalpark Manuel Antonio unternommen. Durch den Regenwald mit seinen vielen Tieren, die man aber meist erst mit dem zweiten Blick erkennt. Außer den Affen, die entweder herumbrüllen oder herumkaspern und ihrem Namen alle Ehre machen.

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Einen recht schönen Strand gab es dort auch. Da es ziemlich heiß war wollte ich mich im Wasser etwas abkühlen. War aber nichts. Die ‘Badewanne’ hatte eine Temperatur von etwa 28 Grad.

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Unsere Gruppe ist wieder etwas International – Schweizer, Österreicher und Deutsche. Alles nette Leute. Wobei Sachsen Anhalt etwas überproportional vertreten ist. Und die Welt ist ein Dorf. (Für die Eingeweihten…) Unser spanischer Reiseleiter, Martin Müller, ist in Quedlinburg geboren, in Gatersleben aufgewachsen und in Aschersleben zur Penne gegangen. Er hat sich dort teilweise mit den gleichen Lehrern herumgeärgert wie ich. Nur 13 Jahre später. Jetzt lebt er in Barcelona.

Fahrradtour durch Costa Rica

Nov. 152017

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus!
Da es nicht so großen Spaß macht, in dieser Jahreszeit und bei dem kalten und trüben Wetter in Deutschland Fahrrad zu fahren, tun wir das eben im subtropischen Mittelamerika. Am Sonnabend geht’s für zwei Wochen nach Costa Rica. Wir werden dann in einer Gruppe mit dem Rad quer durchs Land fahren: vom Pazifik zum Atlantik.

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D. Blisse 2020